Montag, 18. Oktober 2010
18.10.09 - 18.10.10 ... In einem Jahr um die Welt
Der Kreis schließt sich - heute vor genau einem Jahr ließ ich ein Leben, einen Alttag, Freunde und Vertrautes hinter mir, um mich auf den Weg zu machen, mir meinen Traum zu verwirklichen... am anderen Ende der Welt.
Das Ganze ist jetzt unglaubliche 365 Tage her.
Genau heute sitze ich nun wieder im Flugzeug, auf dem Heimweg von Tromsö nach Berlin.
Einmal um die ganze Welt bin ich seither geflogen: Berlin - Vancouver - Neuseeland - Australien - Bangkok - mit einem kurzen Zwischenstop in Deutschland, bevor es weiter ging nach Tromsö bin ich nun auf den Tag genau ein Jahr unterwegs.
Viele Erinnerungen kommen an einem Tag wie heute in mir hoch..
So wird der 18.10. wohl immer ein ganz besonderer Tag in meinem Leben bleiben.
Ich erinnere mich an das Gefühl des Abschiedes auf dem Berliner Flughafen, am heutigen Vormittag vor einem Jahr, die Ungewissheit und die Zweifel, gepaart mit Vorfreude und Spannung, an die ersten Tage in Auckland und das ungreifbare Gefühl, von so viel Freiheit auf einen Schlag. Was sollte man damit nur alles anfangen!? Dass die Zeit so schnell vergehen würde und ich jemals tatsächlich ohne Heimweh weit weg von daheim sein kann, hätte ich damals wohl nicht für möglich gehalten. Nun weiß ich es besser..
Wehmütig blicke ich aus dem Fenster des Flugzeuges. Ich schwebe über den Wolken, irgendwo über den Lofoten Norwegens.
Strahlend blauer Himmel über mir und ein Meer aus einem watte-weißen Wolkenpardies unter mir.. zwischendrin der Blick auf Fjorde und schneebedeckte Berge... ein Panorama zum Träumen und zum Gedankenschweifen.
Und ich denke an Carina. Auch sie wird heute oder morgen zurückkehren auf heimsichen Hamburger Boden. Ich ahne, was für Gefühle sich in ihr abspielen und denke mit einem Lächeln daran, wie sie all ihre Lieben glücklich in die Arme schließen wird. Ich freu mich darauf, dich widerzusehen, Carina. Und dann machen wir's so, wie wir's immer gesagt haben - neue Schuhe, neue Jacke, geschnittende Haare - wir werden uns nicht widererkennen... Ich muß Schmunzeln und bin dankbar, so tolle Mädels wie euch, Susi und Carina, getroffen zu haben. Schöne Erinnerungen zu teilen, ist doch etwas wunderbares... Und mit wem ginge das besser, als mit euch beiden :-)
Nun aber, auf in die Zukunft: Kopf hoch und Blick nach vorne (auch wenn's zuweilen nicht so leicht fällt) ...
Ankunft Berlin Schönefeld: 18.10.10, 20:00 Uhr
Das Ganze ist jetzt unglaubliche 365 Tage her.
Genau heute sitze ich nun wieder im Flugzeug, auf dem Heimweg von Tromsö nach Berlin.
Einmal um die ganze Welt bin ich seither geflogen: Berlin - Vancouver - Neuseeland - Australien - Bangkok - mit einem kurzen Zwischenstop in Deutschland, bevor es weiter ging nach Tromsö bin ich nun auf den Tag genau ein Jahr unterwegs.
Viele Erinnerungen kommen an einem Tag wie heute in mir hoch..
So wird der 18.10. wohl immer ein ganz besonderer Tag in meinem Leben bleiben.
Ich erinnere mich an das Gefühl des Abschiedes auf dem Berliner Flughafen, am heutigen Vormittag vor einem Jahr, die Ungewissheit und die Zweifel, gepaart mit Vorfreude und Spannung, an die ersten Tage in Auckland und das ungreifbare Gefühl, von so viel Freiheit auf einen Schlag. Was sollte man damit nur alles anfangen!? Dass die Zeit so schnell vergehen würde und ich jemals tatsächlich ohne Heimweh weit weg von daheim sein kann, hätte ich damals wohl nicht für möglich gehalten. Nun weiß ich es besser..
Wehmütig blicke ich aus dem Fenster des Flugzeuges. Ich schwebe über den Wolken, irgendwo über den Lofoten Norwegens.
Strahlend blauer Himmel über mir und ein Meer aus einem watte-weißen Wolkenpardies unter mir.. zwischendrin der Blick auf Fjorde und schneebedeckte Berge... ein Panorama zum Träumen und zum Gedankenschweifen.
Und ich denke an Carina. Auch sie wird heute oder morgen zurückkehren auf heimsichen Hamburger Boden. Ich ahne, was für Gefühle sich in ihr abspielen und denke mit einem Lächeln daran, wie sie all ihre Lieben glücklich in die Arme schließen wird. Ich freu mich darauf, dich widerzusehen, Carina. Und dann machen wir's so, wie wir's immer gesagt haben - neue Schuhe, neue Jacke, geschnittende Haare - wir werden uns nicht widererkennen... Ich muß Schmunzeln und bin dankbar, so tolle Mädels wie euch, Susi und Carina, getroffen zu haben. Schöne Erinnerungen zu teilen, ist doch etwas wunderbares... Und mit wem ginge das besser, als mit euch beiden :-)
Nun aber, auf in die Zukunft: Kopf hoch und Blick nach vorne (auch wenn's zuweilen nicht so leicht fällt) ...
Ankunft Berlin Schönefeld: 18.10.10, 20:00 Uhr
Montag, 11. Oktober 2010
Leise, leise fallen weiße Flocken
Juchu... es schneit!!!

Mein erster europäischer Schnee zum Anfassen in diesem Jahr :-)

Nachdem ich bereits auf dem Weg zum Nordkapp bepuderte Berghänge bestaunen durfte, reichte die Schneefallgrenze heute nun bis zu unserem Balkon.
Dächer, Wiesen, Bäume ... alles ist mit einer dünnen Schneeschicht überzogen und weiße Flocken tanzen - mal schnell, mal langsam - an der Fensterscheibe vorbei.
Es sieht schön aus und es fühlt sich gleich noch gemütlicher an, auf der warmen Couch einfach mal entspannt in den Tag hineinzutrödeln. Kaum etwas anderes habe ich auch die letzten Tage gemacht ... und so gar kein schlechtes Gewissen ...
Es sieht schön aus und es fühlt sich gleich noch gemütlicher an, auf der warmen Couch einfach mal entspannt in den Tag hineinzutrödeln. Kaum etwas anderes habe ich auch die letzten Tage gemacht ... und so gar kein schlechtes Gewissen ...
Welcome, winter!
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Montag, 4. Oktober 2010
71° 10' 21"
Nordkapp - endlich geschafft!
Nachdem Jörn und ich uns schon unzählige Male vorgenommen haben, vom Tromsö aus einen Abstecher zum Nordkapp zu machen, hat es am letzten Wochenende nun endlich geklappt.
Bisher war es zumeist die Unbeständigkeit des Wetters, die uns dieses Vorhaben immer wieder verschieben ließ.
Da die Prognosen diesmal perfekt waren - nur der Stressfaktor etwas hoch, da ich ja erst am Freitag Abend hier ankam - entschlossen wir uns ganz kurzfristig, mit dem ohnehin gemieteten Auto, zum Nordkapp zu fahren.
Das bedeutete, früh aufstehen, da 9 Stunden Fahrt vor uns lagen.
Die Luftlinie zum Nordkapp ist nicht wirklich weit, jedoch das Fahren durch die Fjorde zieht sich.
Zwischenstop machten wir im 6 Stunden entfernten Alta. Wir waren bereits vor 1,5 Jahren zu meinem 30. Geburtstag dort (damals flogen wir dorthin), um u.a. eine Nacht im nahegelegenen Iglu-Hotel zu verbringen. Damals, im März, war alles dick eingeschneit. Diesmal nun war es zwar gefühlt ähnlich kalt und genauso sonnig und klar, aber ohne Schnee. Ich konnte mich noch gut an die Stadt erinnern und sie gefiel mir genauso wenig, wie damals schon.
Von Alta aus ging es am späten Nachmittag weiter bis nach Honningsvåg.
Der Ort liegt etwa 20km vor dem Nordkapp und ist sozusagen der "zivilisationstechnische" Endpunkt vor dem Kap. Dort übernachteten wir, bevor wir uns am frühen Morgen auf den Weg machten, zu dem steil ins Eismeer emporragenden Schieferplateau, welches ganz touristisch, als der nördlichste Punkt Europas bezeichnet wird - das Nordkapp.
Dies stimmt jedoch nicht, da er zum Einen auf einer dem Festland vorgelagerten Insel liegt (die man durch einen empfindlich kostspieligen Tunnel erreicht), diese Insel selbst noch eine Landzunge hat, die noch ein Stück weiter gen Norden reicht und zudem noch diverse andere Inseln existieren, die zu Europa zählen und nördlich des Nordkapps liegen, wie z.B. Spitzbergen (wo wir ja vor 2 Jahren waren).
Doch um dem Ganzen nicht komplett seinen Zauber zu nehmen:
Seit 1956 ist das Nordkapp der nördlichste Punkt, der vom europäischen Festland aus mit dem Auto erreicht werden kann. Wenigstens etwas :-)
Bei fantastischem Wetter - strahlend blauer Himmel und Sonne satt - durchfuhren wir, an unzähligen Fjorden entlang, verschiedene Landstriche Norwegens - die Lyngalpen, die Finnmark, einen Teil des Finnmarksplateaus und schließlich das immer karger werdende Gebiet um das Nordkapp. Die Ausblicke waren einmal mehr absolut grandios und stehen außer Frage, Neuseeland in Nichts, aber auch gar Nichts nach. Somit fühlte ich mich zurück katapultiert in die Zeit von vor einem halben Jahr und Erinnerungen wurden geweckt...
Schön war's - an diesem 3. Oktober - fast am nördlichsten Ende Europas.
Und auch gut zu wissen, dass so traumhafte Landschaft, durchaus in näherer Erreichbarkeit liegt, als am anderen Ende der Welt :-)
Nachdem Jörn und ich uns schon unzählige Male vorgenommen haben, vom Tromsö aus einen Abstecher zum Nordkapp zu machen, hat es am letzten Wochenende nun endlich geklappt.
Bisher war es zumeist die Unbeständigkeit des Wetters, die uns dieses Vorhaben immer wieder verschieben ließ.
Da die Prognosen diesmal perfekt waren - nur der Stressfaktor etwas hoch, da ich ja erst am Freitag Abend hier ankam - entschlossen wir uns ganz kurzfristig, mit dem ohnehin gemieteten Auto, zum Nordkapp zu fahren.
Das bedeutete, früh aufstehen, da 9 Stunden Fahrt vor uns lagen.
Die Luftlinie zum Nordkapp ist nicht wirklich weit, jedoch das Fahren durch die Fjorde zieht sich.
Zwischenstop machten wir im 6 Stunden entfernten Alta. Wir waren bereits vor 1,5 Jahren zu meinem 30. Geburtstag dort (damals flogen wir dorthin), um u.a. eine Nacht im nahegelegenen Iglu-Hotel zu verbringen. Damals, im März, war alles dick eingeschneit. Diesmal nun war es zwar gefühlt ähnlich kalt und genauso sonnig und klar, aber ohne Schnee. Ich konnte mich noch gut an die Stadt erinnern und sie gefiel mir genauso wenig, wie damals schon.
Von Alta aus ging es am späten Nachmittag weiter bis nach Honningsvåg.
Der Ort liegt etwa 20km vor dem Nordkapp und ist sozusagen der "zivilisationstechnische" Endpunkt vor dem Kap. Dort übernachteten wir, bevor wir uns am frühen Morgen auf den Weg machten, zu dem steil ins Eismeer emporragenden Schieferplateau, welches ganz touristisch, als der nördlichste Punkt Europas bezeichnet wird - das Nordkapp.
Dies stimmt jedoch nicht, da er zum Einen auf einer dem Festland vorgelagerten Insel liegt (die man durch einen empfindlich kostspieligen Tunnel erreicht), diese Insel selbst noch eine Landzunge hat, die noch ein Stück weiter gen Norden reicht und zudem noch diverse andere Inseln existieren, die zu Europa zählen und nördlich des Nordkapps liegen, wie z.B. Spitzbergen (wo wir ja vor 2 Jahren waren).
Doch um dem Ganzen nicht komplett seinen Zauber zu nehmen:
Seit 1956 ist das Nordkapp der nördlichste Punkt, der vom europäischen Festland aus mit dem Auto erreicht werden kann. Wenigstens etwas :-)
Bei fantastischem Wetter - strahlend blauer Himmel und Sonne satt - durchfuhren wir, an unzähligen Fjorden entlang, verschiedene Landstriche Norwegens - die Lyngalpen, die Finnmark, einen Teil des Finnmarksplateaus und schließlich das immer karger werdende Gebiet um das Nordkapp. Die Ausblicke waren einmal mehr absolut grandios und stehen außer Frage, Neuseeland in Nichts, aber auch gar Nichts nach. Somit fühlte ich mich zurück katapultiert in die Zeit von vor einem halben Jahr und Erinnerungen wurden geweckt...
Schön war's - an diesem 3. Oktober - fast am nördlichsten Ende Europas.
Und auch gut zu wissen, dass so traumhafte Landschaft, durchaus in näherer Erreichbarkeit liegt, als am anderen Ende der Welt :-)
Nachtrag: Fotos Bangkok
Nun endlich habe ich es geschafft, meine Bangkokbilder zu sortieren und wenigstens grob zu beschriften. Hier nun die Alben von den Ausflügen während meines Stoppovers in Bangkok - wie gehabt, ist das keine Blog-Auslese, sondern der Upload all meiner Bilder. Also schaut selbst einmal quer, was euch interessiert:
1. Tag
Bummeln durch Bangkok - bzw. die nähere Umgebung des Hotels
2. Tag
Tagestour: Besichtigung verschiedener Tempel, Märkte und Bootssafahrten
3. Tag
Tagestour: Fahrt ins Umland zum River Kwae (=Kwai), Zug- und Bootsfahrt
4. Tag
Tagestour: Orchideengarten, Rosengarten, Floating Markets und thailändisches Museeumsdorf
1. Tag
Bummeln durch Bangkok - bzw. die nähere Umgebung des Hotels
![]() |
| 1. Tag Bangkok |
2. Tag
Tagestour: Besichtigung verschiedener Tempel, Märkte und Bootssafahrten
![]() |
| Tempeltour |
3. Tag
Tagestour: Fahrt ins Umland zum River Kwae (=Kwai), Zug- und Bootsfahrt
![]() |
| Kwae Tour |
4. Tag
Tagestour: Orchideengarten, Rosengarten, Floating Markets und thailändisches Museeumsdorf
![]() |
| Floating Markets Tour |
Samstag, 2. Oktober 2010
Heimkehr nach Tromsö
Mir ist es wie gestern, seit ich Tromsö vor 15 Monaten den Rücken zukehrte, wohlwissend, dass nun ersteinmal das andere Ende der Welt auf mich wartete, bevor ich meine geliebte Stadt ganz im Norden Norwegens wieder sehen würde.
Leicht war der Abschied damals nicht und ich kann den Kloß im Hals noch immer fühlen, als das Flugzeug durch die gewaltigen Fjorde abhob...
Die Monate zogen vorüber und alles was damals noch vor mir lag, liegt jetzt hinter mir.
Ich freue mich, endlich wieder in Tromsö zu sein. Die Stadt, die mir in meinen vielen Besuchen in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen ist. Es ist ein bißchen wie eine zweite Heimat, was aber sicher auch daran liegt, dass ich mich bei Jörn wie zu Hause fühle. Nun - wir teilten ja auch etliche Jahre ein gemeinsames Zuhause. Wir sind ein eingespieltes Team und im Grunde funktionieren wir ohne Worte. Das macht es angenehm und entspannt.
Aber letztlich ist es natürlich auch Norwegen, was in den vergangenen Jahren, Dank Jörns Entscheidung, nach Tromsö zu gehen, mein Herz im Sturm erobert hat.
Ein kleines bißchen ist es, wie in Neuseeland - quasi das Fiordland Neuseelands ausgedehnt auf ein ganzes Land :-)
Endlich wieder Natur... Seelenbalsam...
Da ich in Oslo - wie immer - die üblichen "100 Stunden" Aufenthalt hatte (OK, es waren "nur" vier), konnte ich mich in der Zeit endlich einmal meinen Bangkok-Fotos zuwenden - ich werde sie kommende Woche hochladen. Als ich die Bilder so anschaute, erscheint es schon soooo weit weg. Dabei ist es gerade mal 3 Wocher her.
Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mich denn schon wieder eingelebt hätte.
Ich kann die Frage schwer beantworten, stelle ich fest.
Bisher Verneine ich die Frage.
Ich weiß nicht, auf welches Gefühl ich eigentlich warte. Wie fühlt sich "eingelebt" an?
Vielleicht warte ich auf ein Gefühl, dass sich in der Form nie einstellen wird.
Vielleicht erwarte ich, dass ich mich fühle, wie vor einem Jahr? Ich frage mich, ob dieses Gefühl möglicherweise nie wieder kommt.
Vielleicht hat mich die Zeit auf Reisen doch so sehr verändert, dass ich dieses absolute Verständniss von Verwurzelung an einem festen Ort nie wieder haben werde?
Ich erkenne wohl die Vorteile, die mir mit meiner Rückkehr zuteil werden und neben dem natürlich auch die Notwendigkeit.
Aber letztlich ist es nicht so, dass ich das Gefühl habe, abschließend wieder eins zu sein mit meinem eigenen Leben in Berlin.
Das Umfeld ist gleich geblieben - ich jedoch bin es nicht. Das wird mir immer deutlicher...
Und deutlich wurde auch, was ich sehr interessant fand, dass bestimmte Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle, ein Jahr lang komplett weg waren und mir hier nach und nach wieder "in den Schoß fallen". Ich denke dann z.B.: "Stimmt, das hat mich damals schon gestresst."
Ich erinner mich, dass das auch "Ich" bin, aber genau dieses Gefühl z.B. ein Jahr lang absolut keine Präsenz hatte in meinem Leben, sodass ich schon selbst vergessen hatte, dass dieses Gefühl durchaus auch ein Teil von mir ist. Es ist ein bißchen wie Auspacken von Umzugskartons, wenn einem etwas in die Hände fällt, wo man überrascht ist, was man da besitzt. Es ist quasi die "innere Umzugskiste", die ich nach und nach lüfte...
Erstmal aber lüfte ich mein Kopf und mein Herz hier in Norwegen so richtig durch...
Zwei Wochen liegen vor mir - eine Menge Zeit, um viel Spannendes zu finden.
Heute gehts übers Wochenende zum Nordkap - das schöne Wetter ausnutzen :-)
Leicht war der Abschied damals nicht und ich kann den Kloß im Hals noch immer fühlen, als das Flugzeug durch die gewaltigen Fjorde abhob...
Die Monate zogen vorüber und alles was damals noch vor mir lag, liegt jetzt hinter mir.
Ich freue mich, endlich wieder in Tromsö zu sein. Die Stadt, die mir in meinen vielen Besuchen in den letzten Jahren so sehr ans Herz gewachsen ist. Es ist ein bißchen wie eine zweite Heimat, was aber sicher auch daran liegt, dass ich mich bei Jörn wie zu Hause fühle. Nun - wir teilten ja auch etliche Jahre ein gemeinsames Zuhause. Wir sind ein eingespieltes Team und im Grunde funktionieren wir ohne Worte. Das macht es angenehm und entspannt.
Aber letztlich ist es natürlich auch Norwegen, was in den vergangenen Jahren, Dank Jörns Entscheidung, nach Tromsö zu gehen, mein Herz im Sturm erobert hat.
Ein kleines bißchen ist es, wie in Neuseeland - quasi das Fiordland Neuseelands ausgedehnt auf ein ganzes Land :-)
Endlich wieder Natur... Seelenbalsam...
Da ich in Oslo - wie immer - die üblichen "100 Stunden" Aufenthalt hatte (OK, es waren "nur" vier), konnte ich mich in der Zeit endlich einmal meinen Bangkok-Fotos zuwenden - ich werde sie kommende Woche hochladen. Als ich die Bilder so anschaute, erscheint es schon soooo weit weg. Dabei ist es gerade mal 3 Wocher her.
Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mich denn schon wieder eingelebt hätte.
Ich kann die Frage schwer beantworten, stelle ich fest.
Bisher Verneine ich die Frage.
Ich weiß nicht, auf welches Gefühl ich eigentlich warte. Wie fühlt sich "eingelebt" an?
Vielleicht warte ich auf ein Gefühl, dass sich in der Form nie einstellen wird.
Vielleicht erwarte ich, dass ich mich fühle, wie vor einem Jahr? Ich frage mich, ob dieses Gefühl möglicherweise nie wieder kommt.
Vielleicht hat mich die Zeit auf Reisen doch so sehr verändert, dass ich dieses absolute Verständniss von Verwurzelung an einem festen Ort nie wieder haben werde?
Ich erkenne wohl die Vorteile, die mir mit meiner Rückkehr zuteil werden und neben dem natürlich auch die Notwendigkeit.
Aber letztlich ist es nicht so, dass ich das Gefühl habe, abschließend wieder eins zu sein mit meinem eigenen Leben in Berlin.
Das Umfeld ist gleich geblieben - ich jedoch bin es nicht. Das wird mir immer deutlicher...
Und deutlich wurde auch, was ich sehr interessant fand, dass bestimmte Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle, ein Jahr lang komplett weg waren und mir hier nach und nach wieder "in den Schoß fallen". Ich denke dann z.B.: "Stimmt, das hat mich damals schon gestresst."
Ich erinner mich, dass das auch "Ich" bin, aber genau dieses Gefühl z.B. ein Jahr lang absolut keine Präsenz hatte in meinem Leben, sodass ich schon selbst vergessen hatte, dass dieses Gefühl durchaus auch ein Teil von mir ist. Es ist ein bißchen wie Auspacken von Umzugskartons, wenn einem etwas in die Hände fällt, wo man überrascht ist, was man da besitzt. Es ist quasi die "innere Umzugskiste", die ich nach und nach lüfte...
Erstmal aber lüfte ich mein Kopf und mein Herz hier in Norwegen so richtig durch...
Zwei Wochen liegen vor mir - eine Menge Zeit, um viel Spannendes zu finden.
Heute gehts übers Wochenende zum Nordkap - das schöne Wetter ausnutzen :-)
Donnerstag, 30. September 2010
Wieder "on the road" ...
Es wird Zeit zu Packen.
2 Wochen lang stand er nun leer in der Ecke und erweckte kaum den Eindruck, dass er noch vor Kurzem zum Bersten voll war - mein Rucksack.
Nun endlich kommt er wieder zum Einsatz. Es kribbelt mich in den Fingern und die Reiselust tobt in meinem Bauch. Es geht wiederlos! Yippie!!!!
Wo ich vor einem Jahr noch mit einem großen Koffer gereist wäre, passt plötzlich all das, was ich meine, zu benötigen, in einen Rucksack. Vor einem Jahr hätte ich dies nicht für möglich gehalten. Heute nun ist sogar noch jede Menge Platz...
2 Wochen Norwegen liegen vor mir - mein geliebtes Tromsö!!!
Wie freu ich mich!!
Ein bißchen ist es, wie eine zweite Heimkehr.
Fremde, aber doch ein "Zuhause-Gefühl"...
2 Wochen lang stand er nun leer in der Ecke und erweckte kaum den Eindruck, dass er noch vor Kurzem zum Bersten voll war - mein Rucksack.
Nun endlich kommt er wieder zum Einsatz. Es kribbelt mich in den Fingern und die Reiselust tobt in meinem Bauch. Es geht wiederlos! Yippie!!!!
Wo ich vor einem Jahr noch mit einem großen Koffer gereist wäre, passt plötzlich all das, was ich meine, zu benötigen, in einen Rucksack. Vor einem Jahr hätte ich dies nicht für möglich gehalten. Heute nun ist sogar noch jede Menge Platz...
2 Wochen Norwegen liegen vor mir - mein geliebtes Tromsö!!!
Wie freu ich mich!!
Ein bißchen ist es, wie eine zweite Heimkehr.
Fremde, aber doch ein "Zuhause-Gefühl"...
Samstag, 25. September 2010
Donnerstag, 23. September 2010
Arbeit(samt) & andere Erlebnisse
Ein Stein fällt mir vom Herzen!
Es gibt Arbeitslosengeld - ab sofort - und ohne die befürchtete 3-monatige Sperre.
Natürlich insgesamt statt 12 nur 9 Monate (wegen meiner Selbstkündigung), aber da ich nicht vor habe, diese Zeit auszureizen, ist das ok.
Zum 01. Februar habe ich bereits meinen Arbeitsvertrag zurück - Konditionen wie gehabt - das beruhigt meine "strukturgeprägte" Seele und meinen sinkenden Kontostand doch sehr...
Bis dahin ist noch eine Menge Zeit, es gibt aber auch noch eine Menge zu tun - langweilig wird mir wohl nicht werden.
Erlebnisse der letzten Tage:
die Brötchen des eigenen Bäckers zum Frühstück genießen - mit Kiwimarmelade und Nutella, zum Abendbrot: Sauerteigbrot mit Apfelleberwurst und Rotweinkäse... *lecker*
durch den "Supermarkt des Vertrauens" schlendern und staunen, was für Neuerungen die Nahrungsmittelindustrie in einem Jahr Abwesenheit fabiriziert hat - ich entdecke Creme Brulee im Kühlregal mit selbst-karamalisierendem Zucker. Kannte ich bisher nur aus Norwegen - Deutschlandtest: bestanden und für vorzüglich befunden...
Baustellen in ganz Berlin und das erste Mal Fahren mit meinem Neuseelandnavi (und endlich geglücktem Download der Deutschlandkarte) - und es spricht weiter englisch mit mir ... hach ja... Fernweh...
obligatorisch, das Suchen des Rückspiegels links oben und das Bedienen des Scheibenwischers in Blinksituationen ... Rechts-Links-Knoten ... meine beiden Gehirnhälfen schlagen Alarm...
das erste Mal nicht nur Auto sondern auch wieder S-Bahn fahren - Türen knallen, Abfahrtssignale, "Guten Tag, ich verkaufe den 'Straßenfeger' ...", das Losrauschen der Bahn - vertraute Geräusche...
beim Erblicken eines Mc. Donalds Sehnsuchtsgefühle bekommen - und der gedankliche Impuls: Internetquelle. (Es gibt ein neues Mc. Donalds an meiner S-Bahnstation... sowas aber auch... wie ein Dönerladen.. ganz klein... hab ich noch nie gesehen... mein erster Mini-Mc. Donalds sozusagen...)
einen eigenen Briefkasten leeren und Müll trennen...
die Suche nach Werkzeugkasten, Wasserkocher, Bildern und Badematte....
Abends gemütlich in nem Cafè sitzen - bei einer Rharbarbarsaftschorle und Salat mit Entenbrust und Orangendressing ... *lecker* & Fotos Gucken, Plaudern, Erinnerungen auffrischen...
zum ersten Mal wieder "meinen" Stern am Himmel bewußt ansehen - diesmal nicht in der Ferne, sondern über Berlin - und feststellen, wie sehr mir das "Draußen sein" fehlt und dass es seit meiner Rückkehr kein eniziges Sternenfoto gibt... schwache Leistung.. aber auch Zeichen eines anderen Lebenswandels...
...
allerdings auch: bitterer Nachgeschmack Australiens: 2 Strafzettel wegen zu schnell Fahrens - sowas braucht man ja nun gar nicht...
Es gibt Arbeitslosengeld - ab sofort - und ohne die befürchtete 3-monatige Sperre.
Natürlich insgesamt statt 12 nur 9 Monate (wegen meiner Selbstkündigung), aber da ich nicht vor habe, diese Zeit auszureizen, ist das ok.
Zum 01. Februar habe ich bereits meinen Arbeitsvertrag zurück - Konditionen wie gehabt - das beruhigt meine "strukturgeprägte" Seele und meinen sinkenden Kontostand doch sehr...
Bis dahin ist noch eine Menge Zeit, es gibt aber auch noch eine Menge zu tun - langweilig wird mir wohl nicht werden.
Erlebnisse der letzten Tage:
die Brötchen des eigenen Bäckers zum Frühstück genießen - mit Kiwimarmelade und Nutella, zum Abendbrot: Sauerteigbrot mit Apfelleberwurst und Rotweinkäse... *lecker*
durch den "Supermarkt des Vertrauens" schlendern und staunen, was für Neuerungen die Nahrungsmittelindustrie in einem Jahr Abwesenheit fabiriziert hat - ich entdecke Creme Brulee im Kühlregal mit selbst-karamalisierendem Zucker. Kannte ich bisher nur aus Norwegen - Deutschlandtest: bestanden und für vorzüglich befunden...
Baustellen in ganz Berlin und das erste Mal Fahren mit meinem Neuseelandnavi (und endlich geglücktem Download der Deutschlandkarte) - und es spricht weiter englisch mit mir ... hach ja... Fernweh...
obligatorisch, das Suchen des Rückspiegels links oben und das Bedienen des Scheibenwischers in Blinksituationen ... Rechts-Links-Knoten ... meine beiden Gehirnhälfen schlagen Alarm...
das erste Mal nicht nur Auto sondern auch wieder S-Bahn fahren - Türen knallen, Abfahrtssignale, "Guten Tag, ich verkaufe den 'Straßenfeger' ...", das Losrauschen der Bahn - vertraute Geräusche...
beim Erblicken eines Mc. Donalds Sehnsuchtsgefühle bekommen - und der gedankliche Impuls: Internetquelle. (Es gibt ein neues Mc. Donalds an meiner S-Bahnstation... sowas aber auch... wie ein Dönerladen.. ganz klein... hab ich noch nie gesehen... mein erster Mini-Mc. Donalds sozusagen...)
einen eigenen Briefkasten leeren und Müll trennen...
die Suche nach Werkzeugkasten, Wasserkocher, Bildern und Badematte....
Abends gemütlich in nem Cafè sitzen - bei einer Rharbarbarsaftschorle und Salat mit Entenbrust und Orangendressing ... *lecker* & Fotos Gucken, Plaudern, Erinnerungen auffrischen...
zum ersten Mal wieder "meinen" Stern am Himmel bewußt ansehen - diesmal nicht in der Ferne, sondern über Berlin - und feststellen, wie sehr mir das "Draußen sein" fehlt und dass es seit meiner Rückkehr kein eniziges Sternenfoto gibt... schwache Leistung.. aber auch Zeichen eines anderen Lebenswandels...
...
allerdings auch: bitterer Nachgeschmack Australiens: 2 Strafzettel wegen zu schnell Fahrens - sowas braucht man ja nun gar nicht...
Montag, 20. September 2010
Die eigenen 4 Wände
11 Monate mußte ich auf das verzichten, was einem sonst doch eigentlich lieb und teuer ist - die eigenen 4 Wände. Darum genieße ich es nun doch sehr, wieder mein eigenes Reich um mich zu haben - zumindest eines, das größer ist, als ein Schlafsack.
Dank tatkräftiger Unterstützung zog ich am Samstag wieder zurück in meine Wohnung.
Alles ist noch wie vor einem Jahr, als die Tür hinter mir ins Schloss fiel.
Die Schränke jedoch sind noch leer, die Wände kahl, es fehlen zum Teil noch Möbelstücke - dafür beherbergt das Wohnzimmer eine Burg aus Kartons...
Langsam wird diese Burg löchrig und nach und nach finden die Dinge wieder zurück zu ihren alten Plätzen (oder in den Müll). Es ist doch erstaunlich, was ich alles so besitze. Obwohl ich wirklich niemand bin, der extrem an Dingen hängt, die er nicht mehr benötigt, kommt doch Einiges zum Vorschein, was ich offensichtlich vor 11 Monaten noch nicht in der Lage war, zu entsorgen. Ja, manchmal brauchen die Dinge wohl ihre Zeit..
Ebenso überwältigend empfinde ich das Gefühl, vor meinem Kleiderschrank zu stehen. Ich frag mich, ob ich jemals in der Lage war, all die Dinge zu tragen. Wenn man bedenkt, dass ich die letzten Monate die Wahl zwischen 3-5 T-Shirts hatte, ist der Stapel allein an T-Shirts ein und der selben Farbe doch beachtlich... Großzügig beschenke ich auch hier das "Rote Kreuz" und es fühlt sich fast befreiend an, eine gewisse Übersichtlichkeit erreicht zu haben.
Glücklich und weniger im "Spendenrausch" blicke ich jedoch auf meine Schuhe. Meine geliebten Schuhe, die ein Jahr lang im Karton schlummern mußten. Ein Lächeln in meinem Gesicht und die Sicherheit, dass ab sofort wieder der passende Schuh zur Farbe der Gardrobe getragen wird.
Schluss mit den ewigen Wanderschuhen, der Bio-Fußbett-Wandersandale und dem Billig-Warehouse-Sneaker... Auch das - ein Gefühl von Befreiung!
Neben der Wunderwelt meines eigenen Hausstandes, beschäftige ich mich mit vielen bürokratischen Dingen. Teilweise verstaute ich Dinge so gut, dass ich sie nur mit Mühe wieder fand - so wie meine kompletten Bankunterlagen inkl. aller Karten, die jetzt natürlich nicht hier in Berlin liegen, sondern noch immer in Wiesenburg - ergo, ich komme nur eingeschränkt an mein Geld. *grummel*
Auch Telefon- und Internet sind derzeit provisorisch, der Stromanbieter meiner Wahl (mein Gott, die Zahl der Anbieter hat sich in einem Jahr Abwesenheit verhundertfacht) erneuert gerade sein online-Portal, sodass es den online-Tarif aufgrund dessen nicht gibt, bis der Internetauftritt wieder funktioniert. Komische Sache... Nunja, dann kann ich halt erst dann meinen Strom anmelden...
Zudem sortiere ich eine Briefeflut, wie ich es sonst nur aus meinem Arbeitsalltag von meinen Klienten kenne, welche "100 Jahre" ihre Post nicht geöffnet haben. Mein ganzer Boden liegt voll von Umschlägen, Werbung, Kontoauszügen, Versicherungsunterlagen und mehr oder weniger wichtigem Schriftkram... Mit gekonntem Blick füllt sich weiter der Müllsack und es bleibt ein, noch immer beachtlicher Stapel, den ich noch genauer durchsehen und dann abheften muss.
Morgen gehts nun zum wichtigsten Termin für mich - zum Arbeitsamt.
Die Frage danach, ob ich nun eine 3-monatige ALGI Sperre bekommen werde, wegen meiner Selbstkündigung, wird sich in den nächsten Tagen beantworten. Die Sorge, dass es so sein könnte, macht Druck und ich hoffe inständig, dass die 3 Monate bereits mit meiner Abwesenheit abgegolten sind. Ob es so ist, konnte mir bisher keiner beantworten.
Es ist ein seltsames Gefühl.
Noch vor einem Monat hatte ich lediglich mich und meinen Rucksack voller lebensnotweniger Dinge. Und plötzlich habe ich wieder einen ganzen Sack anderer "Verpflichtungen" am Bein. Wie schnell das geht und wie sehr sich "Freiheit" im Nachhinein nochmal neu definiert.
Die eigenen 4 Wände - dennoch - es ist mein Zuhause.
Ich bin wieder da!
Dank tatkräftiger Unterstützung zog ich am Samstag wieder zurück in meine Wohnung.
Alles ist noch wie vor einem Jahr, als die Tür hinter mir ins Schloss fiel.
Die Schränke jedoch sind noch leer, die Wände kahl, es fehlen zum Teil noch Möbelstücke - dafür beherbergt das Wohnzimmer eine Burg aus Kartons...
Langsam wird diese Burg löchrig und nach und nach finden die Dinge wieder zurück zu ihren alten Plätzen (oder in den Müll). Es ist doch erstaunlich, was ich alles so besitze. Obwohl ich wirklich niemand bin, der extrem an Dingen hängt, die er nicht mehr benötigt, kommt doch Einiges zum Vorschein, was ich offensichtlich vor 11 Monaten noch nicht in der Lage war, zu entsorgen. Ja, manchmal brauchen die Dinge wohl ihre Zeit..
Ebenso überwältigend empfinde ich das Gefühl, vor meinem Kleiderschrank zu stehen. Ich frag mich, ob ich jemals in der Lage war, all die Dinge zu tragen. Wenn man bedenkt, dass ich die letzten Monate die Wahl zwischen 3-5 T-Shirts hatte, ist der Stapel allein an T-Shirts ein und der selben Farbe doch beachtlich... Großzügig beschenke ich auch hier das "Rote Kreuz" und es fühlt sich fast befreiend an, eine gewisse Übersichtlichkeit erreicht zu haben.
Glücklich und weniger im "Spendenrausch" blicke ich jedoch auf meine Schuhe. Meine geliebten Schuhe, die ein Jahr lang im Karton schlummern mußten. Ein Lächeln in meinem Gesicht und die Sicherheit, dass ab sofort wieder der passende Schuh zur Farbe der Gardrobe getragen wird.
Schluss mit den ewigen Wanderschuhen, der Bio-Fußbett-Wandersandale und dem Billig-Warehouse-Sneaker... Auch das - ein Gefühl von Befreiung!
Neben der Wunderwelt meines eigenen Hausstandes, beschäftige ich mich mit vielen bürokratischen Dingen. Teilweise verstaute ich Dinge so gut, dass ich sie nur mit Mühe wieder fand - so wie meine kompletten Bankunterlagen inkl. aller Karten, die jetzt natürlich nicht hier in Berlin liegen, sondern noch immer in Wiesenburg - ergo, ich komme nur eingeschränkt an mein Geld. *grummel*
Auch Telefon- und Internet sind derzeit provisorisch, der Stromanbieter meiner Wahl (mein Gott, die Zahl der Anbieter hat sich in einem Jahr Abwesenheit verhundertfacht) erneuert gerade sein online-Portal, sodass es den online-Tarif aufgrund dessen nicht gibt, bis der Internetauftritt wieder funktioniert. Komische Sache... Nunja, dann kann ich halt erst dann meinen Strom anmelden...
Zudem sortiere ich eine Briefeflut, wie ich es sonst nur aus meinem Arbeitsalltag von meinen Klienten kenne, welche "100 Jahre" ihre Post nicht geöffnet haben. Mein ganzer Boden liegt voll von Umschlägen, Werbung, Kontoauszügen, Versicherungsunterlagen und mehr oder weniger wichtigem Schriftkram... Mit gekonntem Blick füllt sich weiter der Müllsack und es bleibt ein, noch immer beachtlicher Stapel, den ich noch genauer durchsehen und dann abheften muss.
Morgen gehts nun zum wichtigsten Termin für mich - zum Arbeitsamt.
Die Frage danach, ob ich nun eine 3-monatige ALGI Sperre bekommen werde, wegen meiner Selbstkündigung, wird sich in den nächsten Tagen beantworten. Die Sorge, dass es so sein könnte, macht Druck und ich hoffe inständig, dass die 3 Monate bereits mit meiner Abwesenheit abgegolten sind. Ob es so ist, konnte mir bisher keiner beantworten.
Es ist ein seltsames Gefühl.
Noch vor einem Monat hatte ich lediglich mich und meinen Rucksack voller lebensnotweniger Dinge. Und plötzlich habe ich wieder einen ganzen Sack anderer "Verpflichtungen" am Bein. Wie schnell das geht und wie sehr sich "Freiheit" im Nachhinein nochmal neu definiert.
Die eigenen 4 Wände - dennoch - es ist mein Zuhause.
Ich bin wieder da!
Donnerstag, 16. September 2010
Feliz Cumpleaños, Stefan
ein Jahr älter
ein Jahr dazugelegt –
vielleicht ein bißchen weiser geworden
vielleicht
ein paar Fehler mehr gemacht
Angst
hatte ich oft
manchmal auch den persönlichen Mut
manchmal habe ich sicher
viel zu laut gelacht
und viel zu oft
die Tränen hinuntergeschluckt
viel zu wenig umarmt
viel zu wenig stillgestanden
und zugehört
viel zu wenig vertraut!
trotz alledem – nun
ein Jahr älter
Anke Maggauer-Kirsche
Herzlich Willkommen ...
Mittwoch, 15. September 2010
Back Home
Nach einem "Air Berlin" - Flug, der aber auch so gar nichts mit dem, von "Emirates" gemeinsam hatte - maximal das Fliegen ansich vielleicht - landete ich gestern um kurz nach 18:00 Uhr auf deutschem Boden - Berlin, versunken unter einer dicken Schicht aus Regenwolken...
Wie erwartet ist es mehr als seltsam, heute Nacht im Haus meiner Eltern zu sein - alles ist irgendwie unwirklich... ein bißchen traurig-schön und die Gedanken und Emotionen wechseln sich wellenförmig ab...
Es wird Einiges zu tun geben in den nächsten Tagen.
Ein To-Do: Fotos sortieren.
Um Australien erstmal zu Ende zu bringen - meine Sydney Bilder habe ich schon mal im Flieger geschafft zu sortieren. Hier also die noch verbleibenden beiden Tage Sydney - in Form fotografischer Eindrücke:
Wie erwartet ist es mehr als seltsam, heute Nacht im Haus meiner Eltern zu sein - alles ist irgendwie unwirklich... ein bißchen traurig-schön und die Gedanken und Emotionen wechseln sich wellenförmig ab...
Es wird Einiges zu tun geben in den nächsten Tagen.
Ein To-Do: Fotos sortieren.
Um Australien erstmal zu Ende zu bringen - meine Sydney Bilder habe ich schon mal im Flieger geschafft zu sortieren. Hier also die noch verbleibenden beiden Tage Sydney - in Form fotografischer Eindrücke:
![]() |
| 3. Tag |
![]() |
| 4. und 5. Tag |
Dienstag, 14. September 2010
Abschied
Es ist vorbei.
Gleich gehts zum Flughafen. Nach 11,5 Stunden Flug, werde ich heute, am Abend des 14. September, wieder in Berlin landen...
Danke, an all die, die mich auf dieser einzigartigen Zeit begleiten haben.
Danke an mich, für den Mut, die Abenteuerlust und den Glauben daran, dass auch außergewöhnliche Wege vorran gehen...
Gleich gehts zum Flughafen. Nach 11,5 Stunden Flug, werde ich heute, am Abend des 14. September, wieder in Berlin landen...
Danke, an all die, die mich auf dieser einzigartigen Zeit begleiten haben.
Danke an mich, für den Mut, die Abenteuerlust und den Glauben daran, dass auch außergewöhnliche Wege vorran gehen...
Montag, 13. September 2010
mal wieder .... Fotoupdate
Ich war fleißig und habe mich an das erste Sortieren von Sydney-Bildern gemacht.
Hier nun die Alben der ersten beiden Tage in Sydney. Wie immer - pur hochgeladen, ohne auszusortieren - das überlass ich euch.. ;O)
1. Tag:
Sydney Cityeindrücke...
2. Tag:
Vormittag - Bondi Beach-Coogee Beach Coastal Walk
Nachmittag - Sydney City und Carina treffen
Hier nun die Alben der ersten beiden Tage in Sydney. Wie immer - pur hochgeladen, ohne auszusortieren - das überlass ich euch.. ;O)
1. Tag:
Sydney Cityeindrücke...
![]() |
| 1. Tag |
2. Tag:
Vormittag - Bondi Beach-Coogee Beach Coastal Walk
![]() |
| Bondi Beach - Coogee Beach |
Nachmittag - Sydney City und Carina treffen
![]() |
| Sydney Stadt |
Mein vorletzter Tag als Backpacker ...
Ich fürchte, dass ich in Ermangelung von Zeit, den großen Bangkokbericht in gewohnt epischer Tiefe, schuldig bleiben muss.
Wenn ich es schaffe, in den nächsten Wochen die Bilder einzustellen, wird sich sicher ein wenig von selbst erklären, was meine Eindrücke hier geprägt hat.
Um es wenigstens kurz zusammenzufassen, ich hatte 3 sehr schöne Ausflugstage in Bangkok und um die Stadt herrum.
Ich bereue den Stoppover hier nicht und nehme für mich vielschichtige "Blitzlichteindrücke" mit nach Hause.
Sicherlich bleibt, dass die Stadt nach europäischen Maßstäben arm und dreckig auf mich wirkt, unfertig, eng, hektisch und teilweise sehr erdrückend.
Die klimatische Schwüle inmitten der Regenzeit, tut ihr Übriges, um sich etwas benebelt und nur teilweise klaren Verstandes zu fühlen.
Es herscht eine andere Kultur, eine andere Menatalität und somit ist es wohl notwenig mit zweierlei Maßstäben zu messen und "westliche Erwartungen" an eine asiatische Stadt abzulegen. Ich merke, dass mir dies nach inzwischen 6 Tagen in Bangkok teilweise gelingt - zumindest in der Form, um mich nicht komplett "erschlagen" und "hilflos" zu fühlen. Neben dem, bleibt die Kultur - der Buddhismus, der, für ein europäisches Auge, beeindruckende Bauwerke und Wirkungsstätten der Religion hinterlässt. Was ich bisher nur als Deko-Artikel aus indischen oder thailändischen Restaurants kenne, erwacht hier in voller Pracht und x-facher Dimension zum Leben. Der Buddhismus war bisher eher Theorie für mich, hier komme ich ihm nun ein kleines Stück näher...
Es sind winzige Einblicke, die ich erhielt - in ein Land, derer Kultur, Geschichte, Religion, Mentalität und Lebensweise.
Ein Stück Asien im Zeitraffer - 9,5 Stunden nach Down Under und 11,5 Stunden vor Berlin.
Morgen geht es nach Hause - Heimat.
Wenn ich es schaffe, in den nächsten Wochen die Bilder einzustellen, wird sich sicher ein wenig von selbst erklären, was meine Eindrücke hier geprägt hat.
Um es wenigstens kurz zusammenzufassen, ich hatte 3 sehr schöne Ausflugstage in Bangkok und um die Stadt herrum.
Ich bereue den Stoppover hier nicht und nehme für mich vielschichtige "Blitzlichteindrücke" mit nach Hause.
Sicherlich bleibt, dass die Stadt nach europäischen Maßstäben arm und dreckig auf mich wirkt, unfertig, eng, hektisch und teilweise sehr erdrückend.
Die klimatische Schwüle inmitten der Regenzeit, tut ihr Übriges, um sich etwas benebelt und nur teilweise klaren Verstandes zu fühlen.
Es herscht eine andere Kultur, eine andere Menatalität und somit ist es wohl notwenig mit zweierlei Maßstäben zu messen und "westliche Erwartungen" an eine asiatische Stadt abzulegen. Ich merke, dass mir dies nach inzwischen 6 Tagen in Bangkok teilweise gelingt - zumindest in der Form, um mich nicht komplett "erschlagen" und "hilflos" zu fühlen. Neben dem, bleibt die Kultur - der Buddhismus, der, für ein europäisches Auge, beeindruckende Bauwerke und Wirkungsstätten der Religion hinterlässt. Was ich bisher nur als Deko-Artikel aus indischen oder thailändischen Restaurants kenne, erwacht hier in voller Pracht und x-facher Dimension zum Leben. Der Buddhismus war bisher eher Theorie für mich, hier komme ich ihm nun ein kleines Stück näher...
Es sind winzige Einblicke, die ich erhielt - in ein Land, derer Kultur, Geschichte, Religion, Mentalität und Lebensweise.
Ein Stück Asien im Zeitraffer - 9,5 Stunden nach Down Under und 11,5 Stunden vor Berlin.
Morgen geht es nach Hause - Heimat.
Sonntag, 12. September 2010
3 Tage Bangkok...
Die letzten 3 Tage hatte ich komplette Tagesausflüge, sodass ich keine Zeit hatte, meinen Blog zu aktualisieren.
Morgen, am Montag, ist mein letzter Tag hier in Bangkok, wo ich mir "ausflugsfrei" genommen habe.
Eigentlich ist der Plan, es mir nochmal richtig gemütlich zu machen - Ausschlafen, vielleicht in ein Cafè setzen, Blog updaten, etwas shoppen, Essen, mir eine Massage gönnen, die hier ja ein überschaubares Preisniveau hat - tja, und Sachen packen...
Ich hoffe also, euch, zumindest verbal, morgen etwas mehr berichten zu können, was ich in den letzten Tagen hier getrieben habe.
Nur soviel - der Eindruck von der Stadt ansich bleibt bestehen - sie gefällt mir nicht wirklich, die Details aber inkl. der Tempel sind jedoch sehr beeindruckend.
Fotos wird es wohl erst sehr viel später geben. Bearbeitungstechnisch bin ich seit Sydney noch immer im "Rückstau"....
Also, bis bald - dann zum letzten Mal in weiter Ferne auf Reisen....
Morgen, am Montag, ist mein letzter Tag hier in Bangkok, wo ich mir "ausflugsfrei" genommen habe.
Eigentlich ist der Plan, es mir nochmal richtig gemütlich zu machen - Ausschlafen, vielleicht in ein Cafè setzen, Blog updaten, etwas shoppen, Essen, mir eine Massage gönnen, die hier ja ein überschaubares Preisniveau hat - tja, und Sachen packen...
Ich hoffe also, euch, zumindest verbal, morgen etwas mehr berichten zu können, was ich in den letzten Tagen hier getrieben habe.
Nur soviel - der Eindruck von der Stadt ansich bleibt bestehen - sie gefällt mir nicht wirklich, die Details aber inkl. der Tempel sind jedoch sehr beeindruckend.
Fotos wird es wohl erst sehr viel später geben. Bearbeitungstechnisch bin ich seit Sydney noch immer im "Rückstau"....
Also, bis bald - dann zum letzten Mal in weiter Ferne auf Reisen....
Freitag, 10. September 2010
Bangkok - erste Eindrücke
Alle Bangkok-Liebhaber mögen es mir verzeihen - mein erster Eindruck der Stadt, der wohlbemerkt noch keine Besichtigung von Tempeln etc. beinhaltetet - er ist nicht wirklich ein reizender. Ich traf mal jemanden in Neuseeland, der Bangkok als "Moloch" beschrieb. Genauso empfinde ich die Stadt momentan.
Ich weiß, die Tempelanlagen werden mein Bild wandeln. Ohne diese jedoch mit einzubeziehen, ist die Stadt ein einziger Wust aus Smog, Lärm, Verkehrschaos, feuchter Hitze, Menschen, die einem an jeder Straßenecke diverse Güter aller Art aufschwatzen wollen... es ist nahezu unerträglich für meinen Geschmack.
Die Fahrten mit Taxi oder Tuk-Tuk (dreirädriger "Fahrräder") sind zwar billig, jedoch weiß man nie, ob man auch da ankommt, wo man hin will oder nicht zwischendurch noch einmal bei diesem oder jenen Bekleidungsgeschäft abgeladen wird, wo man doch etwas kaufen solle (die Tuk-Tuk-Fahrer werden oft von Schneidereien "gesponsort" - um die Touristen dort vorbeizuschleusen). Das Englisch der Thais "von der Straße" ist schlecht, sodass man sich gegenseitig nicht versteht. Mir ist es nicht sonderlich wohl und so verbringe ich den ersten Tag nach einer chaotischen Tuk-Tuk-Fahrt, dem Spaziergang durch eine "Parkanlage", einer kurzen Runde durch ein Shoppingcenter und einer vor Verkehr zerberstenden Straße im Hotel. Diese Art von Leben und Urlaub ist nicht meins. Das stelle ich sofort fest. Es ist eine komplett andere Kultur, die ich versuche zu respektieren - jedem das Seine, solange er glücklich ist - mir jedoch ist es alles etwas suspekt. Ich bin von Natur aus eher mißtrauisch und leicht in Sorge zu bringen bezüglich dem unfreiweiligen Besitzerwechsel meiner Habseligkeiten, sodass ich ständig das Gefühl habe, aufpassen zu müssen. Es ist nichts fest. Alles ist verhandelbar - jeder Preis. Und selbst wenn man sich auf einen Preis einigt - z.B. die Taxifahrt vom Flughafen - kann es sein, dass man plötzlich doch etwas ganz anderes zahlen soll (natürlich mehr). Hier "hart" zu bleiben und einfach nicht mehr zu geben, als am Anfang in etwa vereinbart, naja.. das ist schon komisch. Es ist eben nicht meine Art, einfach nicht mehr zu zahlen, den Menschen stehen zu lassen und zu gehen. Diskutieren bringt nicht viel - das Englisch reicht bei den Thais dafür nicht aus.
Auch in Läden ist es ähnlich. Es stehen nicht immer Preise dran und wenn man fragt, kann man davon ausgehen, dass die Angabe überteuert ist und man handeln muß. Das strengt an - mich zumindest. Ich mag es eher sortiert und klar und strukturuiert mit einem gewissen Maß an Verlässlichkeit - all das empfinde ich für mich hier als nur unzureichend gegeben.
Aus dem Grunde habe ich für die kommenden 3 Tage Touren über einen deutschen Reiseveranstalter gebucht. Es sind 3 Ganztagestouren - und eigentlich auch nicht das, was zu meinen Urlaubsvorstellungen 1. Wahl passt - aber hier ist es mir dann doch 1000 Mal wohler, in halbwegs "geschütztem" Rahmen von A nach B zu kommen und mehr zu sehen, als eine Stadt, in der ich bisher nicht weiß, wo oben und unten ist. Individualität ist was Anderes. Aber ich glaube, ich bin für die thailändische Art von Individualität - bzw. die von Bangkok - nicht geschaffen.
Darum - die kommenden 3 Tage gibts Touren - ich werde berichten...
Ich weiß, die Tempelanlagen werden mein Bild wandeln. Ohne diese jedoch mit einzubeziehen, ist die Stadt ein einziger Wust aus Smog, Lärm, Verkehrschaos, feuchter Hitze, Menschen, die einem an jeder Straßenecke diverse Güter aller Art aufschwatzen wollen... es ist nahezu unerträglich für meinen Geschmack.
Die Fahrten mit Taxi oder Tuk-Tuk (dreirädriger "Fahrräder") sind zwar billig, jedoch weiß man nie, ob man auch da ankommt, wo man hin will oder nicht zwischendurch noch einmal bei diesem oder jenen Bekleidungsgeschäft abgeladen wird, wo man doch etwas kaufen solle (die Tuk-Tuk-Fahrer werden oft von Schneidereien "gesponsort" - um die Touristen dort vorbeizuschleusen). Das Englisch der Thais "von der Straße" ist schlecht, sodass man sich gegenseitig nicht versteht. Mir ist es nicht sonderlich wohl und so verbringe ich den ersten Tag nach einer chaotischen Tuk-Tuk-Fahrt, dem Spaziergang durch eine "Parkanlage", einer kurzen Runde durch ein Shoppingcenter und einer vor Verkehr zerberstenden Straße im Hotel. Diese Art von Leben und Urlaub ist nicht meins. Das stelle ich sofort fest. Es ist eine komplett andere Kultur, die ich versuche zu respektieren - jedem das Seine, solange er glücklich ist - mir jedoch ist es alles etwas suspekt. Ich bin von Natur aus eher mißtrauisch und leicht in Sorge zu bringen bezüglich dem unfreiweiligen Besitzerwechsel meiner Habseligkeiten, sodass ich ständig das Gefühl habe, aufpassen zu müssen. Es ist nichts fest. Alles ist verhandelbar - jeder Preis. Und selbst wenn man sich auf einen Preis einigt - z.B. die Taxifahrt vom Flughafen - kann es sein, dass man plötzlich doch etwas ganz anderes zahlen soll (natürlich mehr). Hier "hart" zu bleiben und einfach nicht mehr zu geben, als am Anfang in etwa vereinbart, naja.. das ist schon komisch. Es ist eben nicht meine Art, einfach nicht mehr zu zahlen, den Menschen stehen zu lassen und zu gehen. Diskutieren bringt nicht viel - das Englisch reicht bei den Thais dafür nicht aus.
Auch in Läden ist es ähnlich. Es stehen nicht immer Preise dran und wenn man fragt, kann man davon ausgehen, dass die Angabe überteuert ist und man handeln muß. Das strengt an - mich zumindest. Ich mag es eher sortiert und klar und strukturuiert mit einem gewissen Maß an Verlässlichkeit - all das empfinde ich für mich hier als nur unzureichend gegeben.
Aus dem Grunde habe ich für die kommenden 3 Tage Touren über einen deutschen Reiseveranstalter gebucht. Es sind 3 Ganztagestouren - und eigentlich auch nicht das, was zu meinen Urlaubsvorstellungen 1. Wahl passt - aber hier ist es mir dann doch 1000 Mal wohler, in halbwegs "geschütztem" Rahmen von A nach B zu kommen und mehr zu sehen, als eine Stadt, in der ich bisher nicht weiß, wo oben und unten ist. Individualität ist was Anderes. Aber ich glaube, ich bin für die thailändische Art von Individualität - bzw. die von Bangkok - nicht geschaffen.
Darum - die kommenden 3 Tage gibts Touren - ich werde berichten...
Donnerstag, 9. September 2010
Luxusurlaub: Flug Sydney-Bangkok
Absolut amazing...
Ist schon mal jemand von euch mit "Emirates" geflogen? Ja!?
Ist schon mal jemand von euch mit "Emirates" in der Business Class geflogen? Nein!?
Also, dann werde ich euch jetzt mal erzählen, wie man sich fühlt, wenn man so viel Geld hätte und ab sofort nur noch Business Class fliegen würde.
Ich sitze nämlich gerade live in der Business Class, und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu berichten, so aufregend ist das.
Dieser Flug hier reicht rein spannungstechnisch schon fast an 11 Monate Down Under herran und lenkt mich, zweifelsohne, gerade gewaltig von meinem Abschied ab.
Da hier ständig aufregende Sachen passieren und ich nicht mal dazu komme, mich der Unterhaltungselektronik zu widmen, lege ich direkt los mit erzählen, sonst würde ich womöglich die Hälfte von dieser Erlebnissreise vergessen und immerhin lande ich in 9,5 Stunden ja schon wieder.
Ich glaube, zum ersten Mal, dass ich doch glatt sitzen bleiben wollen würde....
Aaalso... gerade bekomme ich eine Menu .... SPEISEKARTE... inkl. Cocktails und aller alkohol. Getränke.
Mein Sitznachbar sagt mit gerade, (er reist geschäftlich) dass der Platz auf dem ich sitze Sydney - Bangkok AUS $4000 kostet... also ca.3000€... krasse Sache...
So, nun der Reihe nach.
Los ging alles damit, dass ich am Check-In Schalter in einem Bonusheftchen blätterte - Vielfliegerprogramm...
Der nette Mensch am Check-In überzeugte mich schließlich, mir ein solches Kärtchen zu beantragen - kostet nix .. naja, und es gibt halt Bonuspunkte, wenn man mit Emirates oder kooperierenden Airlines fliegt... Dann meinte er, dass er mich kostenlos upgradet.
Ich verstand nicht alles, was er erzählte und alles ging seinen Gang.
Beim Boarding war dann meine Boardingkarte ungültig ... mein schöner Fensterplatz, extra vorher online reserviert... futsch..
Dafür einen Gangplatz statt Economy in der Business Class.
Zuerst war ich etwas irririert .. ich wollte doch gar nicht Business, sondern meinen Fensterplatz...
Ich erwog, meinen Platz zu tauschen - aber nur so lange, bis ich meinen Platz sah...
Meine Augen begannen zu strahlen...
Frische Blumen an den Wänden und Sitzschalen.. also Sitze, die man komplett in Liegeposition stellen kann in einer eigenen Schale...
Ich war baff und erstmal damit beschäftigt, die Funktionalität und den Luxus meines Sitzes zu erkunden.
Man kann zig Elemente einzeln per Fernsteuerung verstellen, Wände hoch und runter fahren, den Sitz verlängern und verkürzen und das Ganze eben in einer Schale..
Freiraum ohne Ende und rings um mich einen Haufen von Technik, eine eigene Steckdose, Licht in Schulterhöhe an einem langen beweglichen Arm, einen riesigen ausklappbaren Tisch, diverse Fächer... unglaublich..
Und ich kann meine Beine ausstrecken und habe davor noch einen halben Meter Platz, eh der Sitz des Vordermannes kommt...
Und was der Sitz noch hat... Massagefunktionen in sämtlichen Programmen, Geschwindigkeiten, Intensitäten und Körperbedarfszonen....
Spielerchen ohne Ende.
Das Boardprogramm.. ich nehme an, dass das das Gleiche ist, wie auch in der "Holzklasse".
Unendlich viele Filme, Musik, Spiele... Die Kopfhörer allerdings wieder der totale Luxus. Nicht so kleine Futzeldinger sondern mal so richtig Große.
Hat man die auf, hört man nix mehr von dem Geräuschen um einen herrum.
Neben mich setzt sich recht bald ein Typ aus Christchurch.
Er fliegt geschäftlich nach Düsseldorf und wir beide amüsieren uns köstlich über den Luxus, der uns zuteil wird..
Nebenbei erzählen wir eine Menge über Neuseeland, er berichtet mir vom Erdbeben, wie es jetzt in Christchurch aussieht und wie er es erlebt hat.
Und er weißt mich in sämtliche Fragen ein, die mich vor lauter Luxus total überfordern....
Kurz nach dem Hinsetzen gab es dann Champagner oder wahlweise frische gepresste Säfte in Edel-Glas-Gläsern..
Ratet mal, was ich wählte... ;o)
Wieder etwas später gab es duftende feuchte Handtücher. Dann kam jemand rum und verteilte Schlafmasken und Socken und eine Kosmetiktasche mit diversem Luxus-Schnickschnack für den Business-Flieger von Welt. Dann kam die Matratze.. Jaaa... wiir bekamen Matratzen, mit weißen Laken bezogen auf unsere Sitze gepackt (Decke und Kissen waren schon von Anfang an vorhanden.. versteht sich ja von selbst.. *lach*)
Nach der Matratze gab es die Speisekarte..
Das war eben. Es ist eine echte Speisekarte und man hat die totale Auswahl. Stellt euch eine Speisekarte in einem edlen Restaurant vor.. so ist diese aufgebaut.
Und daraus darf ich jetzt "100" verschiedene Gänge (oder so ähnlich) wählen... ich kann mich gar nicht entscheiden.. Garnelen, Steaks, Fisch.. und die Desserts... einfach nur WOW. Getränketechnisch ist es eine komplette Getränkekarte inkl. diverser Weine, Champagner, Liköre, Cocktails, Bier, Säfte, Kaffee, Tee ... einfach alles, was auch in einer Getränkekarte eines etwas besseren Restaurants stehen würde... Auch hier.. man hat die totale freie Auswahl.. Schlaraffenland, sag ich da nur... ich komme aus dem Staunen nicht raus... und vor lauter Staunen habe ich meinen Abschied ganz vergessen...
Vielleicht sollte es so sein... Mit einem Schmunzeln denke ich darüber nach, was der Sinn, dessen ist, dass die Situation so kam, wie sie kam. Ich denke nicht, dass es dabei um den Luxus ging, den ich erleben sollte... sondern vielleicht um etwas ganz anderes...
Die kleinen Dinge im Leben, die ich mit einem Augenzwinken wahrnehme.. in mich hinein schmunzel und mich frage, wer da die Fäden gezogen hat...
Ich nehme es dankbar an - einen Abschied, komplett anders als erwartet. Danke! :o)
Ist schon mal jemand von euch mit "Emirates" geflogen? Ja!?
Ist schon mal jemand von euch mit "Emirates" in der Business Class geflogen? Nein!?
Also, dann werde ich euch jetzt mal erzählen, wie man sich fühlt, wenn man so viel Geld hätte und ab sofort nur noch Business Class fliegen würde.
Ich sitze nämlich gerade live in der Business Class, und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu berichten, so aufregend ist das.
Dieser Flug hier reicht rein spannungstechnisch schon fast an 11 Monate Down Under herran und lenkt mich, zweifelsohne, gerade gewaltig von meinem Abschied ab.
Da hier ständig aufregende Sachen passieren und ich nicht mal dazu komme, mich der Unterhaltungselektronik zu widmen, lege ich direkt los mit erzählen, sonst würde ich womöglich die Hälfte von dieser Erlebnissreise vergessen und immerhin lande ich in 9,5 Stunden ja schon wieder.
Ich glaube, zum ersten Mal, dass ich doch glatt sitzen bleiben wollen würde....
Aaalso... gerade bekomme ich eine Menu .... SPEISEKARTE... inkl. Cocktails und aller alkohol. Getränke.
Mein Sitznachbar sagt mit gerade, (er reist geschäftlich) dass der Platz auf dem ich sitze Sydney - Bangkok AUS $4000 kostet... also ca.3000€... krasse Sache...
So, nun der Reihe nach.
Los ging alles damit, dass ich am Check-In Schalter in einem Bonusheftchen blätterte - Vielfliegerprogramm...
Der nette Mensch am Check-In überzeugte mich schließlich, mir ein solches Kärtchen zu beantragen - kostet nix .. naja, und es gibt halt Bonuspunkte, wenn man mit Emirates oder kooperierenden Airlines fliegt... Dann meinte er, dass er mich kostenlos upgradet.
Ich verstand nicht alles, was er erzählte und alles ging seinen Gang.
Beim Boarding war dann meine Boardingkarte ungültig ... mein schöner Fensterplatz, extra vorher online reserviert... futsch..
Dafür einen Gangplatz statt Economy in der Business Class.
Zuerst war ich etwas irririert .. ich wollte doch gar nicht Business, sondern meinen Fensterplatz...
Ich erwog, meinen Platz zu tauschen - aber nur so lange, bis ich meinen Platz sah...
Meine Augen begannen zu strahlen...
Frische Blumen an den Wänden und Sitzschalen.. also Sitze, die man komplett in Liegeposition stellen kann in einer eigenen Schale...
Ich war baff und erstmal damit beschäftigt, die Funktionalität und den Luxus meines Sitzes zu erkunden.
Man kann zig Elemente einzeln per Fernsteuerung verstellen, Wände hoch und runter fahren, den Sitz verlängern und verkürzen und das Ganze eben in einer Schale..
Freiraum ohne Ende und rings um mich einen Haufen von Technik, eine eigene Steckdose, Licht in Schulterhöhe an einem langen beweglichen Arm, einen riesigen ausklappbaren Tisch, diverse Fächer... unglaublich..
Und ich kann meine Beine ausstrecken und habe davor noch einen halben Meter Platz, eh der Sitz des Vordermannes kommt...
Und was der Sitz noch hat... Massagefunktionen in sämtlichen Programmen, Geschwindigkeiten, Intensitäten und Körperbedarfszonen....
Spielerchen ohne Ende.
Das Boardprogramm.. ich nehme an, dass das das Gleiche ist, wie auch in der "Holzklasse".
Unendlich viele Filme, Musik, Spiele... Die Kopfhörer allerdings wieder der totale Luxus. Nicht so kleine Futzeldinger sondern mal so richtig Große.
Hat man die auf, hört man nix mehr von dem Geräuschen um einen herrum.
Neben mich setzt sich recht bald ein Typ aus Christchurch.
Er fliegt geschäftlich nach Düsseldorf und wir beide amüsieren uns köstlich über den Luxus, der uns zuteil wird..
Nebenbei erzählen wir eine Menge über Neuseeland, er berichtet mir vom Erdbeben, wie es jetzt in Christchurch aussieht und wie er es erlebt hat.
Und er weißt mich in sämtliche Fragen ein, die mich vor lauter Luxus total überfordern....
Kurz nach dem Hinsetzen gab es dann Champagner oder wahlweise frische gepresste Säfte in Edel-Glas-Gläsern..
Ratet mal, was ich wählte... ;o)
Wieder etwas später gab es duftende feuchte Handtücher. Dann kam jemand rum und verteilte Schlafmasken und Socken und eine Kosmetiktasche mit diversem Luxus-Schnickschnack für den Business-Flieger von Welt. Dann kam die Matratze.. Jaaa... wiir bekamen Matratzen, mit weißen Laken bezogen auf unsere Sitze gepackt (Decke und Kissen waren schon von Anfang an vorhanden.. versteht sich ja von selbst.. *lach*)
Nach der Matratze gab es die Speisekarte..
Das war eben. Es ist eine echte Speisekarte und man hat die totale Auswahl. Stellt euch eine Speisekarte in einem edlen Restaurant vor.. so ist diese aufgebaut.
Und daraus darf ich jetzt "100" verschiedene Gänge (oder so ähnlich) wählen... ich kann mich gar nicht entscheiden.. Garnelen, Steaks, Fisch.. und die Desserts... einfach nur WOW. Getränketechnisch ist es eine komplette Getränkekarte inkl. diverser Weine, Champagner, Liköre, Cocktails, Bier, Säfte, Kaffee, Tee ... einfach alles, was auch in einer Getränkekarte eines etwas besseren Restaurants stehen würde... Auch hier.. man hat die totale freie Auswahl.. Schlaraffenland, sag ich da nur... ich komme aus dem Staunen nicht raus... und vor lauter Staunen habe ich meinen Abschied ganz vergessen...
Vielleicht sollte es so sein... Mit einem Schmunzeln denke ich darüber nach, was der Sinn, dessen ist, dass die Situation so kam, wie sie kam. Ich denke nicht, dass es dabei um den Luxus ging, den ich erleben sollte... sondern vielleicht um etwas ganz anderes...
Die kleinen Dinge im Leben, die ich mit einem Augenzwinken wahrnehme.. in mich hinein schmunzel und mich frage, wer da die Fäden gezogen hat...
Ich nehme es dankbar an - einen Abschied, komplett anders als erwartet. Danke! :o)
Mittwoch, 8. September 2010
Goodbye Down Under
Das ist er nun - mein allerletzter Eintrag "Down Under".
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, viel und ausführlich zu schreiben, mache ich es an dieser Stelle kurz.
Ich glaube, jeder der diesen Blog die letzten Monate mit verfolgt hat, hat ein Gefühl dafür bekommen, wie es mir hier ergangen ist, was mich bewegt und zum innehalten angeregt hat. Eine Zusammenfassung macht es daher wohl überflüssig. Ich habe versucht, euch Einblicke in meinen Alltag hier am anderen Ende der Welt zu geben und euch meine Erlebnisse durch meine Augen und Gefühle sehen zu lassen, mal in Form großer Emotionen und mal in Form ganz kleiner..
Ihr habt mich in einer Zeit begleitet, die für mich einmalig war, unvergesslich und großartig.
Ich war frei... dieses Gefühl zu erleben - das ist das Größte!
Dennoch - ich bin kein Aussteiger und will auch keiner werden...
Alles muß eine Ende haben, damit etwas Neues beginnen kann.
So ein Ende, wird heute, 18:45 Uhr sein, wenn mein Flugzeug in Richtung Bangkok startet.
Ein kleiner Kulturschock, bevor es dann am 14.09.2010 endgültig heißt: "You've reached your destination - Berlin"
Auf, zu neuen Ufern....
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, viel und ausführlich zu schreiben, mache ich es an dieser Stelle kurz.
Ich glaube, jeder der diesen Blog die letzten Monate mit verfolgt hat, hat ein Gefühl dafür bekommen, wie es mir hier ergangen ist, was mich bewegt und zum innehalten angeregt hat. Eine Zusammenfassung macht es daher wohl überflüssig. Ich habe versucht, euch Einblicke in meinen Alltag hier am anderen Ende der Welt zu geben und euch meine Erlebnisse durch meine Augen und Gefühle sehen zu lassen, mal in Form großer Emotionen und mal in Form ganz kleiner..
Ihr habt mich in einer Zeit begleitet, die für mich einmalig war, unvergesslich und großartig.
Ich war frei... dieses Gefühl zu erleben - das ist das Größte!
Dennoch - ich bin kein Aussteiger und will auch keiner werden...
Alles muß eine Ende haben, damit etwas Neues beginnen kann.
So ein Ende, wird heute, 18:45 Uhr sein, wenn mein Flugzeug in Richtung Bangkok startet.
Ein kleiner Kulturschock, bevor es dann am 14.09.2010 endgültig heißt: "You've reached your destination - Berlin"
Auf, zu neuen Ufern....
Abonnieren
Posts (Atom)










